Steigender Keil (Rising Wedge): Erkennen, Bedeutung und Handelsansatz
Beim steigenden Keil steigen Hochs und Tiefs, die Linien laufen aber aufeinander zu. Der Anstieg wird schwächer.
Was steckt psychologisch dahinter?
Käufer treiben den Kurs weiter nach oben, aber mit abnehmendem Schwung. Es werden kaum noch höhere Hochs erreicht.
So erkennst du das Muster
- Zwei konvergierende, steigende Linien
- Abnehmendes Volumen
- Oft bärische Divergenz im RSI oder MACD
- Bruch nach unten durch die untere Linie
Handelsansatz (Lernbeispiel)
| Einstieg | Schlusskurs unter der unteren Keillinie. |
|---|---|
| Stop-Loss | Über dem letzten Hoch des Keils. |
| Kursziel | Mindestens bis zum Beginn des Keils, oder Höhe des Keils ab Bruch nach unten. |
Rechenbeispiel
Abgrenzung zu ähnlichen Formationen
Das Gegenstück ist der fallende Keil. Ein aufsteigendes Dreieck hat dagegen eine waagerechte Oberkante. Der steigende Keil verläuft in einem Aufwärtskanal, der sich verengt.
So filterst du Fehlsignale
- Abnehmendes Volumen im Keil
- Bärische Divergenz im RSI oder MACD
- Bruch der unteren Linie mit Volumen
- Widerstand im Umfeld
- Fehlausbruch: Kurs steigt über das letzte Hoch
Grenzen und typische Fehler
Kein Muster funktioniert zuverlässig. Wir nennen bewusst keine pauschalen Trefferquoten, denn sie hängen stark von Markt, Zeitebene und Definition des Musters ab. Nutze es immer zusammen mit Trend, Support/Widerstand, Volumen und einem festen Stop.
Verwandte Themen: Fallender Keil · MACD
Häufige Fragen
Ist der steigende Keil immer bärisch?
Er gilt als bärisch, kann aber auch nach oben aufgelöst werden. Der Bruch entscheidet.
Wie unterscheide ich ihn vom Aufwärtskanal?
Beim Kanal bleiben die Linien parallel, beim Keil laufen sie aufeinander zu.
Was ist das Kursziel?
Mindestens der Beginn des Keils oder die Höhe des Keils ab dem Bruch nach unten.
← Zur Übersicht Chartformationen