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Gesetzliche Rente: So funktioniert sie

Rechtsstand: Oktober 2026 · Bildungsinhalt, keine Anlage-, Steuer- oder Rentenberatung

Das Umlageverfahren

Die Beiträge der heute Beschäftigten bezahlen die Renten der heutigen Rentner. Du sparst also kein eigenes Kapital an, sondern erwirbst Ansprüche. Der Bund zahlt zusätzlich einen großen Zuschuss aus Steuermitteln. Weil es immer mehr Rentner im Verhältnis zu Beitragszahlern gibt, steht das System unter Druck. Deshalb gilt die gesetzliche Rente als Basis, nicht als Vollversorgung.

Beitragssatz und Bemessungsgrenze

Größe (2026)Wert
Beitragssatz18,6 % des Bruttolohns, je zur Hälfte Arbeitgeber und Arbeitnehmer (je 9,3 %)
Beitragsbemessungsgrenze8.450 € pro Monat (Einkommen darüber ist beitragsfrei, bringt aber auch keine zusätzliche Rente)
Kosten eines Entgeltpunktsrund 9.661 € Jahresbeitrag (Durchschnittsentgelt × 18,6 %)

Die Rentenformel

Monatsrente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert × Rentenartfaktor

Beispiel mit angenommenem, nicht aktuellem Rentenwert von 40 € (nur zur Veranschaulichung): 40 Jahre mit durchschnittlichem Verdienst ergeben 40 Entgeltpunkte. 40 × 1,0 × 40 € × 1,0 = 1.600 € brutto im Monat. Setze den tatsächlichen Rentenwert und deine Entgeltpunkte aus der Renteninformation ein.

Altersgrenzen und Abschläge

RentenartVoraussetzungHinweis
RegelaltersrenteRegelaltersgrenze, für Jahrgänge ab 1964: 67 Jahre. 5 Jahre WartezeitKeine Abschläge
Altersrente für langjährig Versicherte35 Jahre Wartezeit, frühestens ab 63Abschlag 0,3 % pro Monat vor der Regelaltersgrenze
Altersrente für besonders langjährig Versicherte45 Jahre WartezeitAbschlagsfrei, Altersgrenze steigt gestaffelt

Wer über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, erhält für jeden Monat einen Zuschlag von 0,5 %. Seit 2026 gilt außerdem die Aktivrente: Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und sozialversicherungspflichtig weiterarbeitet, kann bis zu 2.000 € im Monat steuerfrei verdienen.

Steuer und Krankenversicherung

Renten werden nachgelagert besteuert. Für Rentenbeginn 2026 sind 84 % der Rente steuerpflichtig, der Anteil steigt für spätere Jahrgänge bis 100 % bei Rentenbeginn 2058. Ob tatsächlich Steuer anfällt, hängt vom Grundfreibetrag und anderen Einkünften ab. Als Rentner zahlst du außerdem Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Weitere Leistungen

Allgemeine Information, keine individuelle Beratung. Gesetze und Beträge ändern sich, vor allem bei der Reform der privaten Altersvorsorge ab 2027. Verbindlich sind die Angaben der Deutschen Rentenversicherung, des Bundesfinanzministeriums und deiner Anbieter.

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