Chartanalyse Square - Indikatoren

Bollinger Bands (Bollinger Bänder)

Die nach ihrem Entwickler John Bollinger benannten "Bollinger Bands" oder "Bollinger Bänder" sind ein weit verbreitetes Analysetool in der technischen Analyse der Finanzmärkte.

Nach Ihrer Veröffentlichung in den 1980ern wurden die Bollinger Bands immer wieder verfeinert oder durch weitere Einstellungsmöglichkeiten erweitert. In Ihrer Standardversion wird ein 20-Tage Moving-Avarage (MA) generiert und durch die Bollinger Bands umgeben. Das untere/obere Band liegt dabei jeweils zwei Standardabweichungen vom MA entfernt.

Die Standardabweichung wird in der Statistik verwendet, um zu veranschaulichen, wie stark die untersuchten Werte, um den errechneten Durchschnittswert streuen. Der Abstand von gleich zwei Standardabweichungen wird genutzt, damit mindestens 95% aller Kursdaten in den Zwischenraum der Bollinger Bands fallen.




Tradingansätze

1. Sich verengende Bollinger Bands

Bollinger Bands

Die Abbildung zeigt im Frühjahr 2005 eine Phase, in der sich die Bollinger Bänder verengen. Dies spiegelt eine sich verringernde Volatilität wieder. Eine Tradingchance bietet sich, wenn dieser sich verjüngende Kanal in eine Richtung verlassen wird! Oftmals geschieht dies sehr dynamisch und leitet eine ausgedehnte Rallye o. Korrektur ein. In unserem Bespiel brechen die Kurse nach oben aus und während der dynamischen Rallye wird lediglich die Mid-Line in Korrekturphasen erreicht.

2. Tradingchance im Bereich der Bänder

Bollinger Bands

Besonders in Seitwärtsphasen dient das obere/untere Band als "Kursbegrenzer". Der Bereich der Bänder kann daher zum Einstieg genutzt werden. Besonderes Augenmerk sollte man hier auch auf den Candlestick-Körper legen. Ein Shooting-Stars, Hammer, Hanging-Man etc. (sprich alles mit langem/r Docht/Lunte) unterstreicht eine Gegenbewegung, die uns in einer Seitwärtsbewegung entsprechend wieder zum gegenüberliegenden Bollinger Band führt.

3. Übertreibungen

Bollinger Bands


Auch Übertreibungen werden in den Bollinger Bands abgebildet. Diese "Kursspitzen" liegen in der Regel außerhalb der Bänder und auch hier deuten ebenfalls die einzelnen Candlesstick-Körper eine kurz- bis mittelfristige Gegenbewegung an. Im März 2003 diente die Übertreibung als Indikator für eine anschließende Trendumkehr.


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