Chartanalysen Square - Indikatoren

Commodity-Channel-Index (CCI)

Der Commodity-Channel-Index (CCI) gehört wie der RSI zu der "Oszillatoren-Familie" und schwingt grundsätzlich zwischen den Extrembereichen von < -100 und > 100!

Der im Jahre 1980 von Donald R. Lampert veröffentlichte Indikator vergleicht dabei den aktuellen Kurs mit einem gleitenden Durchschnitt. Anschließend normalisiert er die Oszillatorenwerte durch einen Divisor, der auf der Standardabweichung basiert.

Veröffentlicht wurde der CCI von Welles Wilder, Jr. in seinem Buch New Concepts in Technical Trading System (1978).

Die hinterlegte Formel lautet:

                      M - M
CCI =   ––––––––––––––
              0.15 x 0.15 x D


            H + T + C
M =   –––––––––––––
                  3


M=  GD20 (M)

D=  GD20 (Abs(M-M))

C: Schlusskurs
H: Höchstkurs
T: Tiefstkurs
GD20: Arithmetischer gleitender Durchschnitt (20 Tage)

Ähnlich wie beim RSI können die für Oszillatoren typischen Schwingungen der Amplituden grundsätzlich auf drei verschiedene Weisen ausgewertet werden.




1. Extrembereiche als Ein- bzw. Ausstiege

Erreicht der CCI einen der Beiden Extrembereiche (>100/<-100) kann diese Information genutzt werden, um bestehende Positionen zu schließen oder um eine neue Position zu eröffnen. Wichtig ist, dass auch andere Indikatoren, Trends & Widerstände/Unterstützungen berücksichtigt werden!

Ein Beispiel: Extrembereiche

Extrembereiche CCI

In der Abbildung ist exemplarisch dargestellt, dass die Kurse dazu neigen Extremwerte des CCI "abzubauen". Daher sind Kursabschläge wahrscheinlich, wenn der CCI über 100 notiert und steigende Kurse werden grundsätzlich erwartet, wenn der CCI unter -100 fällt.

Die Praxis zeigt oftmals, dass gerade der CCI noch längere Zeit in den Extrembereichen "verharren" kann, während die Kurse weiter steigen/fallen, daher sollte eine neue Position erst bei verlassen des Extrembereiches eröffnet werden.

2. Divergenzen im CCI

Als Divergenzen (Gegensätze) werden nichtübereinstimmende Entwicklungen zwischen dem Kurs und dem Indikator bezeichnet. Treten diese Divergenzen in Extrembereichen auf, werden die jüngsten Kursentwicklungen nicht von dem Indikator unterstützt! Somit sind sie ein gutes Warnsignal.

Ein Beispiel: Divergenzen

Divergenzen im CCI

In der Abbildung erkennt man deutliche Divergenzen in den Extrembereichen. Während im linken Abschnitt die Kurse weiter steigen und neue Hochs ausgebildet werden, stagniert der CCI auf einem bestimmten Level und bei dem anschließenden Doppel Top im Chart fällt der CCI bereits deutlich.

Im rechten Bereich sind analog Divergenzen im überverkauften Bereich dargestellt.

3. Trendlinien im CCI

Neben Extrembereichen und Divergenzen dienen auch normale Trendlinien und die Analyse bestimmter Widerstands-/Unterstützungsbereiche als Signalgeber. Wie im normalen Chart werden diese beim CCI eingezeichnet und können so, bestimmte Entwicklungen "vorhersagen".

Ein Beispiel: Trends im CCI

Trends im CCI

Bei der Suche nach profitablen Handelssignalen sollte der Analyst auch Trendlinien im CCI bereich einzeichnen, um eine mögliche Trendumkehr frühzeitig zu erkennen. In der Abbildung erkennt man, wie z.B. die Aufwärtstrendlinie im CCI früher durchbrochen wird als die des Kurses!



Allgemein sollte beachtet werden neue Positionen nicht allein aufgrund der hier dargestellten Indikatoren zu eröffnen! Wichtig ist, dass dies nur in Richtung des übergeordneten Trends getan wird und auch dann immer mit einer Stop-Loss Info:
Stop-Loss ist ein Orderauftrag (in der Regel für Aktien oder Derivate), der ausgeführt wird, sowie der aktuelle Kurs einen vorgegebenen Wert erreicht. Ziel dieser Orderart ist es, Verluste zu begrenzen bzw. Gewinne sinnvoll abzusichern.
Order abgesichert.

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